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HAZ 20.22.2006 Anzeiger für Burgdorf Seite Uetze Von Matthias Schorr Uetze Es ging um „letzte Dinge“, um erhabenen Ernst und gleichwohl transzendente Gelassenheit. Welch kluge Idee von Kreiskantor Martin Burzeya, dem Requiem als letztem Werk Mozarts sein gerade zwei Monate zuvor entstandenes letztes Instrumentalkonzert gegenüberzustellen. Auf den ersten Blick ein Kontrast zwischen göttlicher Heiterkeit und der düsteren Wucht einer fast romantischen Todesdichtung. Der Graben schloss sich aber und ließ ein Gesamtbild vollendeter Größe entstehen, in dem beides seinen akzeptierten Platz hat. Da half es, dass Solist Martin Stoffel nicht virtuos auftrumpfte, sondern das A-Dur Klarinettenkonzert KV 622 mit abgeklärter Zurückhaltung und feiner Beherrschung der leisen Register intonierte. Auch die wach begleitende Kammersinfonie Bremen verstand sich auf präsentes Pianissimo und hatte damit Raum für wirkungsvolle Steigerungen. Wenngleich Fragment, ist Mozarts letzte Komposition das Requiem an sich. Die Burgdorfer Kantorei äußerte ihre Werkschätzung mit einer akribisch geprobten und verinnerlichten Aufführung. Geschmeidig artikulierend ging der Chor das Requiem an. Im Bewusstsein seiner Größe nahm der Chor ein Forte mit Kraft, ohne auch nur in die Nähe stimmlicher Grenzbereiche zu geraten. Die komplexen Chorfugen des Requiems sind eine Herausforderung an sich – umso bemerkenswerter die Leistung des Chores. Die Kammersinfonie begleitete präsent und kammermusikalisch. Unter Leitung von Martin Burzeya gelingt der Burgdorfer Kantorei eine beeindruckende und überzeugende Aufführung von Mozarts Requiem. Schorr |
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