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Ratlosigkeit, Schmerz und tiefe Traurigkeit, als ob das Herz will zerspringen. Solche Gefühle sind festgehalten in einem Burgdorfer Denkmal. Das Denkmal ist nicht mehr neu. Fast 10 Jahre steht es dort. Viele sind schon daran vorbeigefahren, ohne es zu bemerken. Einsam und verlassen steht es an der großen Kreuzung von Immenser und Uetzer Straße. Der Burgdorfer Künstler Hilko Schomerus hat es aus Eisen geschaffen. Eisenmann nennt man den Künstler. Seine Kunstwerke sind schwer - dieses sogar tonnenschwer. „Adam , wo bist du?“ hat er es genannt. Ein Hilferuf. Dahinter steht die verzweifelte Frage: Kann denn kein Mensch helfen? Kann denn kein Gott helfen? Glücklicherweise geht es dem Menschen nicht immer so, leider manchmal aber doch. Und man kann sich nicht wehren gegen dieses Gefühl. Es ist, als ob es einen von innen zerstören will. Da fühlt man sich alleingelassen mit zentnerschwerer Last. Bei dem Denkmal von Schomerus türmt sich eiserne Last drei Meter hoch und will den Menschen darunter glatt zerquetschen. Wir können uns nicht wehren, wenn solche Gefühle kommen. Sie sind wie eine zentnerschwere Last. Sie drücken sie uns in die Knie und rauben uns den Atem. Der christliche Glaube will uns Menschen helfen, will uns entlasten von solchen Lasten, unter denen wir zu zerbrechen drohen. Der Glaube will uns helfen, mit uns ins Reine zu kommen. Der Glaube holt uns auch herunter von unseren unbarmherzig hohen Maßstäben an uns selber und an andere. Gott selber will tragen, was wir nicht tragen können. Für diese gute Botschaft stehen die stillen Tage im November mit dem Bußtag und dem Gedenken der Verstorbenen am Ewigkeitssonntag. |
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Wolfgang Thon-Breuker |
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