
|
An Heiligabend sind unsere Kirchen gefüllt wie sonst an keinem Tag des Jahres. Es kommen Fromme und Unfromme, Kirchgänger und solche, die es niemals werden wollen. Man wünscht wildfremden Menschen ein frohes Fest. Weihnachten wollen sich die Menschen freuen. Das Ziel unserer Weihnachtssehnsüchte liegt klar vor Augen. An Heiligabend leuchtet der Stern über dem Stall von Bethlehem. In einer Krippe liegt das neugeborene Kind. Der Engel verkündet den Menschen die frohe Botschaft: „Fürchtet euch nicht!“ Ans Ziel wollen alle. Aber viele Menschen wollen sich den Weg dorthin ersparen. „Und wer dies Kind mit Freuden umfangen, küssen will, muss vorher mit ihm leiden groß Pein und Marter viel.“ So heißt es in altertümlicher Sprache in einem unserer Adventslieder. Da singen wir schon lieber: „Süßer die Glocken nie klingen ...“ Doch es gibt keine Abkürzung. Es gibt keinen schnellen und bequemen Weg zum Stall von Bethlehem. Wer den Frieden will, der muss sich auf den Weg machen, der muss sich vorbereiten. Advent nennen wir Christen diese Zeit der Vorbereitung. Die Weihnachtsgeschichte erzählt von Menschen, die in Zeiten der Not unterwegs sind. Die Hirten verrichten ihre Arbeit draußen vor der Stadt. Sie sind ausgeschlossen vom Wohlstand der Welt und führen ein Leben jenseits aller Hoffnung. Maria und Josef sind unterwegs von Nazareth nach Bethlehem. Freiwillig haben sie sich nicht auf den Weg gemacht. Ein Befehl von Kaiser Augustus zwingt eine hochschwangere Frau hinaus in die Fremde. Für Mutter und Kind kann es den Tod bedeuten. Aber das stört die Mächtigen dieser Welt auch heute nicht. Viele Heimatvertriebene im letzten Krieg haben so etwas erdulden müssen. Viele Flüchtlingsfrauen in aller Welt erdulden es in diesen Tagen. Bald ist Weihnachten! Bald werden Maria und Josef Bethlehem erreichen. Dort geschieht das Wunder der Heiligen Nacht. Gott schickt seinen Sohn in die Welt. Ein Kind wird geboren. Die Angst ist besiegt. Die Not ist vergessen. |
|

Die Weihnachtkrippe in der St.-Pankratius-Kirche
Foto: D. Heun 2005
|
Im Stall von Bethlehem herrscht eine unbezahlbare Freude. So geschah es vor mehr als 2000 Jahren. |
|
|
So wird es geschehen an Heiligabend 2007 – in Burgdorf und überall. |
|
|
Menschen auf der ganzen Welt feiern Weihnachten, weil sie die frohmachende Botschaft hören wollen: "Friede auf Erden". Menschen kommen und träumen ihren tiefsten Traum: Friede soll sein in mir selbst, in meiner Familie, in meiner Stadt, auf den Schlachtfelder der Welt. |
|
|
Bis Heiligabend haben wir noch einige Tage Zeit. Wir sind eingeladen, uns auf den Weg zu machen. Eine heile Welt werden wir nicht finden. Aber Gottes heilsame Kraft werden wir spüren. Sie wird unser Leben verwandeln. |
|
|
Mit diesen Gedanken zum Weihnachtsfest wünsche ich, dass Gottes Segen Sie begleiten möge auf allen Ihren Wegen, dass von dem Licht der Weihnachtszeit viele Strahlen in Ihr Leben kommen und Kraft geben für das kommende Jahr. |
|

|
|
|