
In das St.-Pankratius-Gemeindehaus an der Gartenstraße wird das Mehrgenerationenhaus einziehen. Wulf-Dettmer
Der Betreiberverein ist gegründet und hat Matthias Rickel aus Ehlershausen zu seinem Vorsitzenden gewählt. Wie vieles in der Stadt haben auch dieses Projekt die Bürger initiiert, realisiert, und sie werden es zum Großteil auch finanzieren. Bürgermeister Alfred Baxmann findet nur lobende Worte für die Initiative: „Damit wird die soziale Infrastruktur der Stadt verbessert“, sagte er gestern. Gemeinsame Sache machen beim Mehrgenerationenhaus der Kinderschutzbund (KSB), der Seniorenrat, der Förderkreis für Burgdorfer Senioren, die St.-Pankratius-Gemeinde und ein Burgdorfer Geschäftsmann. Die Kirchengemeinde stellt die Räume in ihren Haus an der Gartenstraße zur Verfügung. Schon heute gibt es im Gemeindehaus laut Pastor Rainer Müller-Brandes, der sich vom Mehrgenerationentreff weitere Impulse erhofft, viele offene Angebote. „Das Projekt ist ein kleines Pflänzchen, das gedeihen muss“, sagt er. „Mit einem Mehrgenerationencafé wollen wir anfangen“, sagt Wolf Büttner, der als Vertreter des Seniorenrates im Kuratorium sitzt. Dieses Gremium ist die Keimzelle des neuen Vereins und wird für die Aktivitäten im Haus zuständig sein. KSB-Geschäftsführerin Annegret Lange-Kreutzfeld umreißt die Zielsetzung: Es soll eine Drehscheibe für Informationen und Dienstleistungen sein und alle Generationen und Gesellschaftsgruppen ansprechen. „Hoffentlich gelingt es uns, auch die Familien anzusprechen, die wirklich Hilfe benötigen“, sagt sie. „Es wird eine Herausforderung werden, aber sie hält einen auch jung“, ist Büttner überzeugt. Die Finanzierung ist vorerst gesichert: Ein privater Geldgeber stellt laut Lange-Kreutzfeld 30.000 Euro im Jahr zur Verfügung. Man habe beim Bundesfamilienministerium zudem einen Zuschussantrag gestellt. Wenn das Burgdorfer Mehrgenerationenhaus berücksichtigt wird, erhält es jährlich 40.000 Euro.
Anzeiger für Burgdorf vom 10.11. 2011
Red. Anette Wulf-Dettmer, Burgdorf.
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