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- "Auch wenn ich versage - Gott hält zu mir." - "Was trägt Gott in seiner Brieftasche? Dein Foto!" Die Botschaften sind einprägsam und fromm. Sie wollen den flüchtigen Passanten in ein Zwiegespräch verwickeln: "Was hat der christliche Glaube mit mir ganz persönlich zu tun?" "Auf welche Fragen kann er mir Antwort geben?"
Die Schaukasten an der Marktstraße direkt neben der St.- Pankratiuskirche entwickelt sich zum "Hingucker", seit Marit Höing (46) vor 6 Jahren die Gestaltung übernommen hat.
Zur Zeit ist dort ihre 100. Schaukstengestaltung zu sehen. Statt fertige Plakat von christlichen Verlagen auszuhängen hat sie eine ganz eigene Collage-Technik entwickelt. Anregungen holt sich Marit Höing aus Gesprächen oder aus dem Internet. Als bekennende Christin stellt sie ihr gestalterischen Talent in den Dienst der Kirche. Mit ihren Arbeiten gibt sie dem Glauben ein Gesicht und eine Sprache. Manche ihrer Collagen haben eine seelsorgerliche Dimension; manche sollen provozieren und zum Widerspruch herausfordern. Marit Höing versteht ihre Arbeit als missionarisches Handeln in dieser Stadt. Eines ihrer besonderen Anliegen ist die Wiederentdeckung der kirchlichen Feste:
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Zur Person: |
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Marit Höing (46)
Ihr Berufsziel war Dekorateurin. Dieser Berufswunsch blieb ihr in der damaligen DDR verwehrt. Als bekennende Christin galt sie als nicht linientreu. Im Diakonissenhaus Teltow machte sie die innerkirchliche Ausbildung zur Verwaltungs-Diakonin. 1997 ging sie mit Ihrem Ehemann Lutz nach Niedersachsen. Über Soltau und Lehrte kam sie mit ihre Familie schließlich nach Burgdorf, wo ihr Ehemann Lutz am 1. April 1999 die Küsterstelle an der St.- Pankratius-Kirchengemeinde übernahm. Die Söhne Kevin und Eric sind inzwischen erwachsen. Ihre "geistliche" Heimat hat sie bei der landeskirchlichen Gemeinschaft in der Heinrichstraße gefunden. Dort übernahm sie 1999 die Gestaltung des Schaukasten, der sich schnell zum "Hingucker" entwickelte. Ihre künstlerisch anspruchsvollen Collagen regen an, immer wieder neu über die Grundfragen des Glaubens und die großen Sinnfragen des
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