Die Kantorei probt mit Andor Izsák

Deutsch-jüdische Musik am 24. Februar in der Pankratiuskirche – Arbeit mit Kirchenchor soll Vorurteile abbauen


Andor Izsák (rechts) probt mit der Burgdorfer Kantorei im großen Saal des Gemeindehauses an der Gartenstraße für ein Konzert in der Pankratiuskirche mit Stücken von Lewandowski und Mendelssohn. Foto: Heine (Anzeiger für Burgdorf)

Deutsch-jüdische Musik am 24. Februar in der Pankratiuskirche – Arbeit mit Kirchenchor soll Vorurteile abbauen Einen Blick in die Welt der Synagogen bietet Andor Izsák, Direktor des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik in Hannover, zurzeit den Mitgliedern der Burgdorfer Kantorei. Für ein Konzert in der Pankratiuskirche probt er mit den Sängern Werke deutsch-jüdischer Musikkultur des 19. Jahrhunderts.

Von Sybille Heine; Anzeiger für Burgdorf 06.02.2008 BURGDORF. Die Arbeit mit einem Kirchenchor sei eine Ausnahme und ein Experiment, sagt Izsák. Sie habe sowohl kulturelle als auch politische Ausstrahlung und helfe, Vorurteile abzubauen. Den Kontakt hatte die frühere stellvertretende Regionspräsidentin Christel Hoffmann-Pilgrim hergestellt. Kreiskantor Martin Burzeya freut sich über die Kooperation und überlässt dem Musikprofessor gern das Dirigentenpult. Drei Proben haben die Sänger inzwischen mit ihrem Gast-Chorleiter verbracht und sind voll des Lobes. „Es ist fantastisch, dass wir die Möglichkeit haben, diese Musik kennen zu lernen“, sagt Altistin Inna Pauli. Auch Bassist Lutz Nolte machen die Proben viel Freude. Er bezeichnet die Arbeit mit dem Professor als gelöst und intensiv zugleich. Die beiden jungen Sopranistinnen Johanna Pannen und Rebecca Poesch schwärmen ebenfalls. „Wir lernen, die Musik zu lieben“, sagen sie. Der 64-jährige Izsák stammt aus Budapest. „Musik bedeutet mir alles. Sie ist meine Muttersprache“, sagt er. Er spielt alle Stücke auswendig, legt viel Wert auf den gesanglichen Ausdruck und verfügt über ein beachtliches Showtalent. _______________________________________________________________

Das Konzert „Die Stimme der Synagoge“ ist am Sonntag, 24. Februar, 16 Uhr, in der Pankratiuskirche zu hören. Karten kosten zehn, ermäßigt sieben Euro. Der Vorverkauf im Benefizz-Laden, in Wegeners Buchhandlung und bei Schreibwaren Bleich hat begonnen.


_____________________________________________________________ Siehe auch untenstehenden Bericht im Marktspiegel vom 09.02.2008