Nach dem Chaos folgt das Licht

Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn aufgeführt


Vor voll besetzten Reihen haben in der Pankratiuskirche rund 100 Sänger der Burgdorfer Kantorei und der Jugendkantorei St. Pankratius das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn aufgeführt.

Die Leitung hatte Kirchenkreiskantor Martin Burzeya. Mit dem Urknall beginnt das Chaos: Die Musiker des Concerto Bremen, die in der Kammersinfonie Bremen auf historischen Instrumenten aus der Zeit der Klassik spielen, malten ein eindrucksvolles Bild von der Zeit nach der Erschaffung der Welt, in die bald Harmonie und Ordnung einkehrt. Die Erzengel Raphael, Gabriel und Uriel erklären singend die Schöpfungsgeschichte, wie sie Haydns Freund und Mäzen Baron van Swieten in seinem Libretto aufgeschrieben hatte.

Dazu hatten sich die Burgdorfer Sänger die Solisten Sebastian Klein (Bass), Dorothee Wohlgemuth (Sopran) und Dominik Wortig (Tenor) eingeladen. Kantorei und Jugendkantorei präsentierten sich in Hochform. Seit Anfang des Jahres hatten sie für das Konzert geprobt und zeigten sich der anspruchsvollen Alterskomposition gewachsen. Sogar die zahlenmäßig unterlegenen Männerstimmen setzten sich immer wieder durch.

Die Zuhörer genossen zweieinhalb Stunden lang die Geschichte von der Erschaffung des Lichts, von Regen und Schnee und schließlich dem Menschenpaar Adam und Eva. Danach gab es in der Kirche tosenden Applaus mit Händen und Füßen. Der brauste noch einmal auf, als nach den Solisten auch Martin Burzeya einen Blumenstrauß bekam.

Die Zugabe, das Chorstück „Vollendet ist das große Werk“, war eine kleine Entschädigung dafür, dass das Konzert schließlich doch zu Ende gehen musste.

Hannoversche Allgemeine Zeitung Anzeiger für Burgdorf und Uetze vom 21. September 2009 von Sabine Szameitat