St. -Marienkirche in Borna

Die gotische St.-Marienkirche ist wegen ihrer baulichen Besonderheiten und wertvollen Ausstattung eine herausragende Perle der Region südlich Leipzigs.



Die Nordseite der Marienkirche Foto: Horst Zocher, Borna

Das Gotteshaus liegt inmitten des von Häusern umgebenen kleinen Martin-Luther-Platzes unweit des Marktplatzes. An den markanten breiten Turm im Westen, dessen unterstes Geschoss im 13. Jh. errichtet wurde, schließt sich ein etwas breiteres dreischiffiges, mit kunstvollem Kreuzrippengewölbe ausgestattetes Hallenlanghaus aus dem 15. Jh. an, das von einem schmaleren spätgotischen Choranbau mit seinen hoch aufragenden schlanken Fenstern abgeschlossen wird. Reich geschmückte Gewölbekonsolen zeigen auf Christus hindeutende Tiersymbole (Adler, Pelikan, Löwe) oder geben biblische Szenen (z.B. Anbetung der Hl. Drei Könige) wieder.




Altarraum in der Marienkirche Foto: Horst Zocher, Borna

Von der Kirchenausstattung ist vor allem der im Jahr 1511 entstandene, unbeschädigt erhaltene wertvolle Flügelaltar des Hans Witten, eines Chemnitzer Bildschnitzers, zu nennen. Es ist ein meisterhaft gestalteter Marienaltar mit hoch aufragendem zierlichem Gesprenge, der in seinem großformatigen Mittelfeld die Begegnung von Maria mit Elisabeth darstellt.




Flügelaltar in der Marienkirche
Foto: Horst Zocher, Borna

Literatur:
Heinrich Magirius, Die Kirchen von Borna, Kunstführer Nr. 1950, Verlag Schnell & Steiner GmbH, München und Zürich, 1991