Extrablatt - die heimlichen Stars der Kirchengemeinde:

Interview mit Lutz und Marit Höing



Extrablatt - die heimlichen Stars der Kirchengemeinde: Das Interview mit Lutz und Marit Höing führten Maren-Wiebke Häusler & Alina Schuhmacher

Am Mittwoch, dem 26. September 2007, hatten wir eine Verabredung mit Lutz und Marit Höing am Gemeindehaus in der Gartenstraße. Wir haben sie interviewt und Interessantes herausgefunden:


Marit: „Ich liebe dieses Gemeindehaus!“

Marit ist gelernte Buchhalterin. Sie kommt ursprünglich aus Luckenwalde, südlich von Berlin und ist jetzt sozusagen eine Reinigungskraft des Hauses. Sie sorgt für ordentliche und gut aussehende Räume. Sie übernimmt das Management der Raumeinteilung und die Gestaltung der Schaukästen. Zur Zeit ist eine Praktikumsgruppe bei ihr, mit denen sie die drei Schaukäs-ten der Gemeinde gestaltet.
Im Juli 1999 ist Marit mit ihrem Mann Lutz hierher nach Burgdorf gezogen. Wenig später bekam sie ihren Arbeitsvertrag hier in der Kirchengemeinde Burgdorf.
Ihr macht es tierischen Spaß, hier zu sein. Sie liebt das Gemeindehaus und möchte seine Gast-freundlichkeit beibehalten.
Zu ihrem Tagesablauf gehört viel Flexibilität, da jeder Tag bei ihr anders ablaufen kann!
Früher als Kind hatte sie viele Träume. Sie wollte Dekorateurin werden, aber leider war es ihr nicht möglich, da man früher in der DDR vieles als Christ nicht durfte – unter anderem viele Berufe und Abitur.
Sie selber sagt: „Ich verstehe nicht, warum man die Ausbildung in der DDR nicht machen durfte, da man dafür kein Abitur brauchte. Ich und mein Mann gehören schon seit unserer Kindheit zur Kirche.“
Ihr Lieblingsplatz ist im Mittelblock im Gottesdienst. Am wichtigsten und am liebsten ist ihr das Treffen mit einzelnen Menschen. „Ich übe diesen Job aus, der er perfekt zu mir passt, denn ich bin gesundheitlich etwas eingeschränkt.“
Auf die Frage, was sie an der Gemeinde schätzt, antwortet sie: „Die Offenheit für neue Ideen find ich einfach total klasse!“
Folgendes würde sie in der Gemeinde besser machen: Die Beziehung zu den Ehrenamtlichen und die Begleitung ernster zu nehmen, da ohne die Ehrenamtlichen hier das ein oder andere nicht funktionieren würde (sie spricht bescheiden)!



Lutz: „Ich schätze an dieser Gemeinde die Größe und Vielfalt!“

Genau heißt sein Job „Küster“. Er übernimmt hier den Part des Hausmeisters und sorgt dafür, dass die Gesangbücher für die Gottesdienste und das Zubehör für die Abendmahle zur Verfü-gung stehen.
Vor seiner Arbeit als Küster war er Gärtner für Zierpflanzen und machte 1996 seinen Gärt-nermeister. Danach zog er mit seiner Frau 1999 aus Lehrte hierher nach Burgdorf und bekam drei Monate früher als seine Frau den Arbeitsvertrag in der Kirchengemeinde Burgdorf. So entwickelte er sich einem wichtigen Menschen der Gemeinde. Vielleicht kam das daher, dass er schon immer Interesse daran hatte und seit seiner Kindheit zur Kirche gehört.
In der ehemaligen DDR (genauer Brandenburg) ist er aufgewachsen und in Potsdam zur Schule gegangen. Seine Traumberuf waren Lokführer und LKW-Fahrer. Wegen seiner Kenntnisse im Bereich Gartenarbeit passt dieser Job sehr gut zu ihm, auch weil es manchmal ziemlich stressig wird, er viele Termine hat und sich um viele Häuser kümmern muss.
ABER er hat auch viele Freiheiten, die viele nicht haben. Er bereut es nicht, diesen Beruf er-griffen zu haben; er ist gerne hier.
Der Tagesablauf sieht sehr flexibel/unterschiedlich aus. In der Woche übernimmt der die Ar-beit eines Hausmeisters, am Wochenende begleitet er die Gottesdienste. Im Sommer stehen auch Hochzeiten auf dem Plan.
Sein Lieblingsplatz in der Kirche ist rechts, aber am liebsten der Block vorne, da man dort den Gottesdienst besser genießen kann.
Am liebsten mag er Gottesdienste mit einer guten Predigt und Orgelkonzerte. Er ist sehr er-staunt darüber, dass so viele Menschen die Lust haben, hier zu arbeiten. Er schätzt die Vielfältigkeit und die Größe der Gemeinde in Burgdorf.

Das Interview führten Maren-Wiebke Häusler & Alina Schuhmacher