Förderverein zur Erneuerung und Erhaltung der St.-Pankratius-Kirche e.V.

Der Förderverein wurde am 12. Mai 1982 mit dem Ziel gegründet, die Erneuerung und Erhaltung der St.-Pankratius-Kirche und des Kirchplatzes zu unterstützen.

Seit seiner Gründung hat der Förderverein viele Arbeiten an der Kirche ermöglicht.

Zu den durchgeführten Maßnahmen in den letzten 3 Jahrzehnten zählen folgende Arbeiten:

  • 1984 umfangreiche Renovierungsarbeiten der St.-Pankratius-Kirche
  • Erneuerung der Holzkonstruktion des Turmes
  • Die Einrichtung eines Museums in der Turmstube
  • Der Bau eines barrierefreien Zugangs zur Kirche
  • Finanzielle Unterstützung zum Spitta Denkmal
  • Die Restaurierung der barocken Orgel.
  • Als letztes großes Projekt startete der Verein mit der Spendenkampagne „4 Glocken für Burgdorf“, das mit der Weihe der neuen Glocken 2009 seinen erfolgreichen Abschluss fand.

Auch in Zukunft wird der Förderverein Projekte zur Kirchenerhaltung- und –erneuerung des denkmalgeschützten Gebäudes finanziell unterstützen.

Die finanziellen Mittel erhält der Förderverein durch Mitgliedsbeiträge, Erlöse aus Aktivitäten (Turmbesteigungen, Kirchenführungen, Weihnachtsmarkt etc.) sowie Spenden.

Möchten Sie sich über die Aktivitäten des Vereins informieren oder Mitglied im Förderverein werden, dann melden Sie sich bitte bei Hubert Berz.

 

Autorenkinder auf der Suche nach Kirchturmgeschichten

Kinderbuchautorin Stephanie Schneider besucht mit Viertklässlern die St. Pankratius Kirche

Immer wieder sind zurzeit eine Gruppe Autorenkinder der Gudrun-Pausewang-Grundschule in Burgdorf unterwegs, um gemeinsam mit der Kinderbuchautorin Stephanie Schneider und der pädagogischen Mitarbeiterin Petra Zink Geschichten zu schreiben.
Die Viertklässler der Gudrun-Pausewang-Grundschule nehmen an einer Autorenpatenschaft unter dem Motto „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ teil, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Friedrich-Bödecker-Stiftung initiiert wird.
Am 12. August 2019 ging’s gemeinsam mit Ernst Schmidt und Hubert Berz auf den Turm der St. Pankratius Kirche. Selbstverständlich haben die jungen Autoren hinterher fleißig über ihre Eindrücke geschrieben:

„Letzte Woche war die Autorengruppe am Kirchturm. Wir mussten zuerst auf die Treppen steigen. Die ersten Treppen hießen Wendeltreppen. Die anderen, die danach kamen, waren steil und an den Holzbalken hingen Kissen oder Teppiche, damit man sich nicht am Kopf wehtut.“ (Miley)
„Der Aufstieg war sehr gut. Weil ich ziemliche Angst hatte, war er auch nicht gut.“ (Sophie)
„Als wir auf den Stufen waren, dachte ich die ganze Zeit, dass wir gleich da sind. Aber dann habe ich noch mehr Stufen gesehen. Da dachte ich: „Oh, nein! 300 Stufen! Das überlebe ich doch nie!“ Nach ein paar Minuten fing eine steile Leiter an. Als ich die nach oben geklettert bin und dann ganz oben war, war ich erleichtert.“ (Pia)

„Der Kirchturm sieht nicht sehr hoch aus, aber man hat von oben eine super Aussicht. Aber wenn ihr da hochwollt, muss man zuerst eine Wendeltreppe hoch. Dann kommt eine Treppe aus Holz, die in das erste Turmzimmer führt.

Im ersten Turmzimmer hängt der alte Wetterhahn. Die Geschichte dazu wird von den Turmführern erzählt.“ (Melia)
„Der Turmführer hat uns erzählt, dass ein paar Männer eine Wette abschlossen. Wer von ihnen der Stärkste war, der sollte den Hahn vom Turm holen. Und wer es schafft, der kriegt einen Kasten Bier. Dann ist einer am Baugerüst hochgeklettert (die Kirche wurde gerade erneuert). Irgendwann kam er mit dem Hahn wieder. Der Hahn war dann verschollen, doch irgendwann wurde er wiedergefunden. Man weiß bis heute nicht richtig, wer es war.“ (Laura K.)
„Drinnen gab es viele alte Blätter mit ein paar Geschichten. Aber leider konnte man sie nicht lesen, weil sie richtig alt waren. Sogar ein altes Kirchenmodell war da. Das Modell war richtig schön. Außerdem waren auf den Glocken Zeichen drauf. Die bedeuteten Liebe, Glaube und Hoffnung.“ (Hava)
„Dann sind wir ins zweite Turmzimmer gegangen. Wir mussten aber wieder eine Treppe steigen. Als wir schließlich ganz oben waren, haben wir alle erst ein bisschen Angst gehabt.“ (Melia)
„Ganz oben war es so hoch, dass ich mich auf den Boden setzen musste, weil mir schwindelig war. Aber es hat Spaß gemacht.

„Man konnte den Fernsehturm von Hannover sehen.“ (Melia)
„Wir haben auch Berge gesehen. Sie heißen Deister und Harz. Ich habe mein Zuhause gesehen und eine Mülldeponie. Es war super!“ (Tuana)
„Unten durften wir uns dann die Orgel ansehen. Sie ist groß und schön. Der Orgelbauer hat uns etwas auf der Orgel vorgespielt. Es gibt sehr viele Register. Eines der Register heißt Zimbelstern. Den Zimbelstern hört man immer in der Weihnachtszeit. Er klingt wie kleine Glöckchen.
Wir, die Autorenkinder, durften dann alle noch auf der Orgel spielen. Außerdem durften wir noch in einen Raum, der sich hinter der großen Orgel befand.“ (Melia)
„Dort, wo es in den Geheimraum ging, musste man den Kopf einziehen. Sonst hätten wir uns wehgetan. Da drinnen war ein Blasebalg, auf dem lagen Ziegelsteine.“ (Miley)
„Der Blasebalg war auch sehr groß. Anschließend haben wir den Raum wieder verlassen. Die Führung fanden alle sehr toll!“ (Melia)
„Ich empfehle euch, da hoch zu gehen.“ (Tuana)
„Den Rest erzähle ich euch nicht, probiert es doch lieber selbst mal aus!“ (Sophie)
Herzlichen Dank für die Einladung und die tolle Führung! (Stephanie Schneider und Petra Zink)

Verantwortlich für Bilder und Text: Stephanie Schneider, Autorin für Kinder und Erwachsene (www.stephanie-schneider.de)

Aktuelles

In neuem Glanz erstrahlen

Das Wahrzeichen von Burgdorf erhalten

Näheres über die anstehende Innenraum- und Orgelsanierung erhalten Sie unter dem nachstehenden Link:

https://www.pankratius.de/neuer-glanz-2019-20.html

 

Kirchturmbesteigungen 2019

An folgenden Tagen ist der Turm der St.-Pankratius-Kirche und die Turmstube für Besichtigungen geöffnet:

11.Mai 2019 14.00 Uhr – 18.00 Uhr (Veranstaltung "Wild auf Bock")
12.Mai 2019 14.00 Uhr – 18.00 Uhr (Veranstaltung "Wild auf Bock")
01.September 2019           14.00 Uhr – 18.00 Uhr (Kunstmarkt)
05.Oktober 2019 14.00 Uhr – 18.00 Uhr (Oktobermarkt)
06.Oktober 2019 14.00 Uhr – 18.00 Uhr (Oktobermarkt)
29. November 2019 18.30 Uhr – 20.00 Uhr (Weihnachtsmarkt)
30.November 2019 18:30 Uhr – 20.00 Uhr (Weihnachtsmarkt)
01. Dezember 2019 14.00 Uhr – 18.00 Uhr (Weihnachtsmarkt)

 

Private Turmbesteigungen sind nach Absprache jederzeit möglich. Anfrage bei Ernst Schmidt oder Hubert Berz per Telefon oder E-Mail.

 

Vorschau

Mitgliederversammlung 2019

Die nächste Mitgliederversammlung des Fördervereins findet am 20. März 2019 um 19.15 Uhr im Spittasaal, Spittaplatz 1, Burgdorf statt. Die Einladung mit Tagesordnung wird den Mitgliedern per Post zugesandt.

 

 

Nachlese

Mitgliederversammlung 2018

Was konnten wir im vergangenen Jahr erreichen? Welche Ziele haben wir für das neue Jahr/die nächsten Jahre? Wie und wo bleiben wir weiter aktiv und erreichen die Ziele? Diese und andere Fragen mehr stellten sich die Mitglieder des Fördervereines in ihrer Mitgliederversammlung am 14. März 2018.

Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder und einer Andacht beschäftigten den Verein vielfältige Fragen. Finanzen, Mitgliederentwicklung, Internetauftritt, Turmbesteigungen, Kirchenfahrt, Weihnachtsmarkt und nicht zuletzt die Instandhaltungsmaßnahmen der Kirche sind dazu einige Stichworte.

Neue Vereinsmitglieder sind jederzeit willkommen. Wer nicht durch aktive Mitarbeit dabei sein kann hat die Möglichkeit sich durch Spenden an den wichtigen Aufgaben zu beteiligen.

Dem Vorstand wurde nach dem Bericht der Kassenprüfer Entlastung erteilt. Turnusgemäß wurde der Vorstand danach neu gewählt.

Wolfgang Schüttler scheidet, mit großem Dank für die langjährige Mitarbeit, aus dem Vorstand aus. Gewählt werden Hubert Berz als 1. Vorsitzender, Ernst Schmidt als 2. Vorsitzender, Christian Urbons als Schatzmeister, Marie-Luise Behm als Protokollführerin, Renate Wrbitzky, Jörg Mylius und Dieter Kleinschmidt als Beisitzer. Das neue Vorstandsteam freut sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit und sieht mit Zuversicht den bevorstehenden Aufgaben entgegen.

Marie-Luise Behm

Ansprechpartner

1. Vorsitzender Hubert Berz
Lippoldstr. 2A

31303 Burgdorf
Tel. 05136 85246

Mobil: 01702253790
hubert.berz@t-online.de

 

 

2. Vorsitzender Ernst Schmidt

Telefon 05136 7918

Ernst-Schmidt@live.de

 

Schriftführerin: Marie-Luise Behm

Mobil 0157 71912253

Marie-Luise.Behm@web.de

 

Schatzmeister: Christian Urbons

Mobil 0151 53704530

christian.urbons@gmail.com

 

Beisitzer:

Prof. Dr. Renate Wrbitzky

Telefon 05136 9717633

wrbitzky.renate@t-online.de

 

Dieter Kleinschmidt

Telefon 05136 7250

rosiunddieter.kleinschmidt@kabelmail.de

 

Jörg Mylius

Telefon 05136 82894

JMylius1@web.de

 

Spendenkonto
Förderverein zur Erneuerung und Erhaltung der St. Pankratius-Kirche e.V., Burgdorf
Stadtsparkasse Burgdorf
IBAN: DE62 2515 1371 0000 0000 42
BIC: NOLADE21BUF

Bericht von der Kirchenfahrt des Fördervereins 2018

St.-Vitus-Kirche in Wilkenburg
St.-Vitus-Kirche in Wilkenburg

Die erste Überraschung gab es gleich zu Beginn unserer Kirchenfahrt. Das Interesse an der Kirchenfahrt war riesengroß, was dazu führte, dass der Bus mit 66 Plätzen nicht ausreichte.
Nachdem die Platzfrage gelöst war, gingen insgesamt 71 Teilnehmer (Bus und ein PKW) auf die Reise zur ersten Station der Kirchenfahrt.

Erstes Ziel war die St.-Vitus-Kirche in Wilkenburg, 10 km südlich von Hannover. Wir wurden vom Kirchenvorsteher Herrn Port empfangen, der uns die beeindruckende Geschichte der Kirche vorstellte. Erstmals erwähnt wurde in einer undatierten Urkunde Wilkenburg und die Kirche Anfang des 12. Jahrhunderts, während der Amtszeit des Bischofs Sigward von Minden. Eine gut erhaltene romanische Grabplatte datiert aus dem 12. Jahrhundert. 1542 kam die Reformation in das Gebiet. Erster Superintendent war Corvinius, erster evangelisch-lutherischer Pastor war der als kath. Priester geweihte Cyriacus Schlüter. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kirche mehrmals geplündert. Umso überraschender ist es, dass viele Zeugnisse aus dieser Zeit bewahrt wurden. So sind aus dieser Zeit Taufbecken, Kanzel und Altaraufsatz erhalten.

Die in der Kirche erhaltene Orgel wurde 1778 auf die neu errichtete Empore platziert. Die letzte große Sanierung der Kirche fand in den Jahren 2001 und 2002 statt. Die Überarbeitung der Orgel wurde durch die Hannoveraner Orgelbaufirma E. Hammer durchgeführt. Heute wird die Kirche neben den Gottesdiensten für Konzerte Kulturveranstaltungen genutzt.

Nach einem Choral mit musikalischer Unterstützung an der Orgel durch Jan Hildebrand und einer Spende an die Kirchengemeinde wurde Wilkenburg in Richtung Eime verlassen.

Im Landgasthaus Knoche wartete ein reichhaltiges Küchenbuffet auf die Teilnehmer. Nach der Kaffeepause erreichten wir nach kurzer Fahrt Gronau und jeder war gespannt auf die Matthäi-Kirche mit der größten Furtwängler Orgel.

Der Kirchenvorsteher Herr Schlenger erwartete uns an der Kirche und erzählte uns bei dem Rundgang durch die Kirche ausführlich die Geschichte von Kirche und der Stadt Gronau. Im Jahre 1309 wird die St. Matthäus geweihte Kirche zu Gronau erstmals urkundlich erwähnt. Der Bau der heutigen St.-Matthäi-Kirche wurde 1457 begonnen. Der Turm ist in seinem Kern etwas älter. Unter den zahlreichen Bränden, die die Stadt Gronau im Laufe der Jahrhunderte zerstörten, haben Kirche und Turm gelitten. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Kirche so baufällig geworden, dass zunächst ein kompletter Neubau in Erwägung gezogen wurde, die Kirche aber schließlich erhalten blieb und umgebaut wurde. Von 1856 bis 1859 hat sie ihr heutiges Aussehen als dreischiffige neugotische Hallenkirche.

Flügelaltar der St.-Matthäi-Kirche Gronau
Flügelaltar der St.-Matthäi-Kirche Gronau

Der geschnitzte Flügelaltar im Inneren soll 1415 in der Hamburger Meisterwerkstatt Bertram entstanden sein. In einer Nische der südlichen Chorwand über der Sakristei Tür war einst eine wertvolle Kreuzigungsgruppe angebracht, die jetzt im nördlichen Seitenschiff besser zur Geltung kommt. Die aus Lindenholz geschnitzten Figuren wurden 1520 in einer Hildesheimer Werkstatt hergestellt.

Furtwängler Orgel der St.-Matthäi-Kirche Gronau
Furtwängler Orgel der St.-Matthäi-Kirche Gronau

Im Jahr 1860 wurde auch die alte verfallene Orgel durch eine neue des damals in Elze ansässigen Orgelbauers Philipp Furtwängler ersetzt. Mit ihren 58 Registern ist sie die größte Furtwänglerorgel und in der Hannoverschen Landeskirche eine der größten Orgeln ihrer Zeit. Sie wurde 1936 durch das Landeskirchenamt als denkmalschutzwürdig eingestuft und zuletzt 2017 durch die Orgelbaufirma Gebr. Hillebrand, Altwarmbüchen restauriert.

 

Orgelregister
Orgelregister

Zum Abschluss der Kirchenfahrt in Gronau gab Jan Hildebrand ein kleines Orgelkonzert mit Werken von Johann Christian Heinrich Rink (1770-1846) Präludium c-Moll und dem Orgelstück Zirkus Renz op. Orgel (Zirkusrennen). Außerdem konnten die Teilnehmer mit sachkundigen Erläuterungen von Ernst Schmidt und Jan Hildebrand die Orgel aus nächster Nähe auf der Empore besichtigen.


Hubert Berz