Gedenkweg 9. November 2018

Texte und Vortrag

Aus Anlass der 80. Wiederkehr der Reichspogromnacht 1938 und der Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs vor einhundert Jahren lädt der „Arbeitskreis Gedenkweg 9. November“ gemeinsam mit der Stadt Burgdorf ein, sich am 9. November um 18.30 Uhr am Eingang der St. Pankratius-Kirche vor der Gedenktafel zu versammeln.

Auf der Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs stehen die Burgdorfer Männer „mosaischer Religion“, wie es damals in der Einwohnermeldedatei hieß, in einer Reihe mit ihren christlichen Kameraden. Das täuscht darüber hinweg, dass dem unbedingten Integrationswillen in die „deutsche Volksgemeinschaft“ vieler Juden und Jüdinnen jener Zeit ein immer aggressiverer Antisemitismus der Kriegs- und Nachkriegsgesellschaft gegenüberstand.

Texte des in Burgdorf geborenen damaligen Feldrabbiners Dr. Bruno Italiener stehen im Mittelpunkt des Gedenkens. Sie thematisieren sowohl das allgemeine Soldatenleben und -sterben als auch die Abwehr antisemitischer Vorurteile und Verleumdungen besonders im Zusammenhang mit dem Kriegseinsatz der jüdischen Männer.

Im Anschluss (ca. 19.15 Uhr) laden wir in den Ratssaal des Schlosses zu einem Vortrag von Dr. Oliver Arnhold, Bielefeld, ein: "Christlicher Antisemitismus am Beispiel des Eisenacher 'Entjudungsinstituts' 1939-45“.

Dr. Judith Rohde für den Arbeitskreis Gedenkweg 9. November

Das Foto zeigt die Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs (1914-1918) links des Eingangs der St. Pankratius-Kirche. Unterstrichen: gefallene jüdische Männer aus Burgdorf. Auf der rechten Seite des Eingangs stehen außerdem Arthur und Martin Samuelson unter den Namen der Gefallenen.
Wenn Sie auf das Foto klicken, wird es vergrößert angezeigt.
(Foto: J. Rohde)

 

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