Pastor Michael Schulze: Abschied in den Ruhestand

Gottesdienst und Empfang ab 15 Uhr

Nach 30 Jahren Pastor an St. Pankratius verabschieden wir Pastor Michael Schulze auf eigenen Wunsch in den vorzeitigen Ruhestand. Am 26. August 2018 wird Superintendentin Sabine Preuschoff ihn in einem feierlichen Gottesdienst um 15 Uhr von seinen Aufgaben entpflichten. Im Anschluss an den Gottesdienst und erste Grußworte in der Kirche laden wir ein zum Empfang mit Imbiss und weiteren Beiträgen im Gemeindehaus in der Lippoldstraße.

Pastor Dirk Jonas schreibt dazu als Vorsitzender des Kirchenvorstandes im neuen Gemeindebrief "Kirchturm" für September bis November 2018:

"Lieber Michael Schulze,
du hast nun dein gesamtes aktives Berufsleben als Pastor seit deiner Ordination am 20. August 1988 in unserer Kirchengemeinde verbracht. Vieles trägt deine Handschrift und wird mit deinem Namen verbunden bleiben.
'Alles hat seine Zeit ...' Wenn ich deinen Abschiedsartikel lese, staune ich, in wie vielen Arbeitsbereichen du über kurze oder lange Zeit in den vergangenen 30 Jahren engagiert warst. Vieles darüber hinaus muss an dieser Stelle ungenannt bleiben.
So wie du zum Abschied der Kirchengemeinde und ihren Menschen gegenüber deinen Dank in den Mittelpunkt stellst, gilt umgekehrt: Dir, zusammen mit deiner Ehefrau Lydia, gilt der Dank der Kirchengemeinde. Ich bin sicher, er wird auf vielfältige Weise am Tag deiner Verabschiedung zum Leuchten kommen (bzw. gekommen sein). Mehr als geschriebene Worte hier es fassen können.
Wir wünschen dir und Lydia für die Zukunft Gottes Segen in Fülle!"

Michael Schulze verabschiedet sich ebenfalls in diesem Gemeindebrief "Kirchturm" mit folgenden Worten:

Danke!

So möchte ich diesen Abschiedsartikel überschreiben, denn das vorherrschende Gefühl im Rückblick auf die gut 30 Jahre Arbeit und Leben in der St.-Pankratius-Gemeinde ist große Dankbarkeit. Sicher gab es in diesen Jahren auch Enttäuschungen, Unerfreuliches und Belastendes, aber vor allem viel Grund dankbar zu sein.

Dankbar bin ich für die Offenheit und das Vertrauen, das ich erfahren habe in Gesprächen, Seelsorge, Bibelgesprächskreis, haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterkreisen, Kirchenvorstandsarbeit, Gottesdiensten und Konfirmandenunterricht. Wie viele Lebensgeschichten wurden mir anvertraut, wie viel gemeinsames Suchen nach Antworten auf wichtige Lebensfragen habe ich begleiten und erleben dürfen. Manchmal war mir das Vertrauen fast unheimlich, kann ich den Erwartungen gerecht werden?

Dankbar bin ich für die große Zahl an ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern, die so eine vielfältige und lebendige Gemeindearbeit ermöglichen.

Dankbar bin ich für all die unterschiedlichen Aufgaben, die ich in unserer Gemeinde wahrnehmen konnte, und die mein Berufsleben immer wieder spannend machten: z.B. in der Jugendarbeit, bei drei tollen Jugendbibelwochen in den neunziger Jahren mit unserer damaligen Diakonin Edeltraut Maxeiner zusammen, bei der Begleitung der Pfadfinder mit Fortbildungen und gemeinsam vorbereiteten und gestalteten Gottesdiensten oder in  der Familienarbeit mit Freizeiten und Sonntagnachmittagsangeboten, Planung des Kindergottesdienstes, Entwicklung des Taufwaldes, die religionspädagogische Begleitung der Kindergärten mit regelmäßigen Gottesdiensten und Fortbildungen.

Diakonische Schwerpunkte habe ich setzten können mit Angeboten auf dem Oktobermarkt, dem politischen Einsatz zum Erhalt der ehemaligen Flüchtlingsunterkünfte in der Südstadt für Angebote der Wohlfahrtsverbände (nicht zuletzt der Jugendwerkstatt der Diakonie), der Neuaufstellung der Diakoniestation nach dem Ende der Sozialstation, die Entwicklung des Benefizz-Ladens und Gründung des Vereins.

Der Aufbau der Notfallseelsorge mit Pastor Kanjahn aus Uetze war mir ein besonderes Anliegen.

Fast 25 Jahre war ich als Vorsitzender des Kirchenvorstandes (drei davon als Stellvertreter) für die Geschicke der Gemeinde besonders verantwortlich. In dieser Zeit haben wir alle Gebäude einmal runderneuert und das Gemeindehaus in der Weststadt vor elf Jahren gebaut. Eine gute Entscheidung, denn danach haben sowohl die Zahl der Gottesdienstbesucher zugenommen,  als auch weitere Gemeindekreise sich dort gebildet und mit den Sommergarten- und Winterzauberangeboten gibt es zwei Veranstaltungsreihen, die immer wieder neu Menschen in unser Gemeindehaus führen.

Dankbar bin ich, dass Kirche in Burgdorf als ein wichtiger Mitgestalter des öffentlichen Lebens wahrgenommen wird trotz allen Traditionsabbruchs auch in unserer Stadt. Das zu erhalten, wird eine große Herausforderung und Aufgabe für die Zukunft sein.

Der Pankratiusgemeinde wünsche ich weiterhin Gottes reichen Segen und verbleibe mit herzlichen Grüßen

Ihr Michael Schulze

 

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