Neues Gemeindehaus soll am Spittaplatz entstehen

Vorentwurfsansicht vom Spittaplatz - (c) ahrens&grabenhorst, Hannover

St. Pankratius stellt Zukunftspläne vor. Am 22. April 2022 war es soweit: Die St.-Pankratius-Gemeinde informierte alle Interessierten über die Pläne für ein neues Gemeindehaus am Spittaplatz (Spittaplatz-Ensemble). Etwa 100 Burgdorferinnen und Burgdorfer waren in die St.-Pankratius-Kirche gekommen, um die Projekt-Präsentation von Roger Ahrens (ahrens&grabenhorst, Hannover), unterstützt durch seinen Mitarbeitenden Herrn Rahe, aufmerksam zu verfolgen.

Nach einem geistlichen Impuls durch Friederike Grote eröffnete Dirk Jonas den Info-Abend. Er schilderte die augenblickliche Situation der Gemeinde. Rückläufige Kirchenmitgliedszahlen, sinkende Einnahmen, ein zu hoher Flächenbestand von mehr als 1.400 Quadratmetern, und rückläufige Zuweisungen der Landeskirche machen es künftig unmöglich, diese Unterhaltung der Gebäude zu finanzieren. Ein „Weiter so“ kann es nicht geben.

Die installierte Projektgruppe des KV um Astrid Beigel analysierte zu Beginn die Auslastung aller Gemeindehäuser und erstellte einen detaillierten Belegungsplan sämtlicher Räume. Auf dieser Grundlage wurde dann ein Zukunftsplan entwickelt, der die künftigen Arbeitsfelder, Arbeitsweisen und die damit verknüpften Anforderungen definiert. Das war dann die Basis für die Architekten um Roger Ahrens und Prof. Gesche Grabenhorst das Raumprogramm und das gesamte zweigeschossige Gebäude im Zuge einer Vorplanung zu entwickeln.

Der besondere Anspruch: Die heute vorhandene Fläche konsequent zu verdichten und zu konzentrieren, um mit der Hälfte von ca. 700 m² auszukommen. „Es wird nicht jede Gruppe ihren eigenen

Raum zur Verfügung haben, den nur sie stundenweise belegen kann – und der ansonsten leer steht“. Der überwiegende Teil des Gebäudes wird flexibel eingesetzt werden und durch mehrfache unterschiedliche Möblierung unterschiedlich zu nutzen sein. Der große Saal wird der Proben- und Aufführungsraum für die Kantorei sein, steht aber auch für andere Musikaufführungen, Lesungen und Empfänge zur Verfügung. Ein Cafébereich, das sich zum Spittaplatz öffnet, soll das öffentliche Leben im Zentrum der Stadt beleben und die Anziehungskraft der Gemeinde steigern. Insgesamt versteht sich dieses Haus eher als Impuls-Zentrum, das in die Stadt strahlt und Anregungen vermittelt. Kirche als Impulsgeber.

Die spontanen Reaktionen der Zuhörer und Zuhörerinnen fielen positiv aus, aber es gab auch einige kritische Nachfragen bzw. Anregungen. Insbesondere der Verkauf der beiden heutigen Gemeindehäuser in der Lippold-  und Gartenstraße stieß auf Wehmut, wenn auch grundsätzliches Verständnis. Würde speziell die Gartenstraße mit seinem denkmalgeschützten Bestand überhaupt verkäuflich sein, gäbe es konkrete Interessenten für das Gemeindehaus in der Lippoldstraße? Dirk Jonas machte deutlich, dass die Realisierung des gesamten Projektes davon abhängt, dass die Finanzierung gesichert ist und die Verkaufserlöse ausreichend Finanzmittel erbringen.

Sorgen wurden geäußert, dass Gemeindearbeit in den Stadtteilen ohne die Gemeindehäuser nicht mehr möglich ist. Dirk Jonas wies darauf hin, dass er hier neue Formen des Miteinander sieht, die eine lebendige Gemeinde auszeichnen – auch ohne traditionelle Gemeindehäuser.

Man verblieb so, dass es regelmäßig Informationen über den Projektfortschritt geben wird, um alle Interessenten auf dem Laufenden zu halten. Das kann sowohl über Veranstaltungen, Pressemitteilungen, als auch über den vierteljährlich erscheinenden Gemeindebrief erfolgen, der an alle Haushalte verteilt wird.

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