Sicherheit neu denken

Antikriegshaus lädt mit anderen zur Online-Veranstaltung ein

Antikriegshaus Sievershausen. Foto: Stefan Heinze
Das Antikriegshaus in Sievershausen. Foto: Stefan Heinze

Der Klimawandel, die Corona-Pandemie, zahlreiche gewaltsam ausgetragene Konflikte und wachsende Machtrivalitäten machen exemplarisch deutlich, dass die Welt vor großen Herausforderungen steht. Wie kann und muss in einer solchen Welt eine Friedens- und Sicherheitspolitik ausgestaltet werden, die zu einer Bearbeitung und Lösung dieser und weiterer Probleme beiträgt? Wie kann nationalistischer Machtpolitik und einer zu beobachtenden Rüstungsdynamik begegnet werden? Wie kann der Gedanke der gemeinsamen Sicherheit gestärkt und eine kooperativere Politik mehr Geltung verschafft werden?

Zu diesen Fragen rund um eine zukunftsfähige Friedens- und Sicherheitspolitik will das Antikriegshaus zusammen mit anderen unter dem Titel "Sicherheit Neu denken. Perspektiven für eine zukunftsfähige Friedens- und Sicherheitspolitik"am Freitag, 4. Juni, 19 bis 20.30 Uhr, eine zivilgesellschaftliche und eine parlamentarische Perspektive online miteinander ins Gespräch bringen:

Ralf Becker wird das Szenario "Sicherheit neu denken: Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik" vorstellen. Es zeigt auf, wie Deutschland analog dem Ausstieg aus der Atom- und Kohleenergie bis zum Jahr 2040 die militärische Aufrüstung überwinden und bis 2040 in Kooperation mit anderen Ländern komplett auf eine nachhaltige zivile Sicherheitspolitik umstellen könnte. Die Stärkung der zivilen Krisenprävention, eine Klimapolitik im Einklang mit den Pariser Klimazielen und die Stärkung von internationaler Zusammenarbeit beispielsweise im Rahmen der UNO sind hier wichtige Marksteine. Ralf Becker ist Koordinator der genannten Initiative und Mitautor des Szenarios bis 2040. Erarbeitet wurde das Szenario im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Baden von einer Arbeitsgruppe mit Vertreter*innen bundesweiter Friedensorganisationen.
Der Öffentlichkeit wurde das Szenario im April 2018 vorgestellt.

Die Bundestagsabgeordnete Katja Keul entwickelt ihre Vorstellungen einer zukunftsfähigen Friedens- und Sicherheitspolitik vor dem Hintergrund langjähriger parlamentarischer Erfahrungen unter anderm als abrüstungspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen. Welche Chancen für kooperative Sicherheitsarrangements sieht sie, welche Themen werden in den kommenden Jahren entscheidend? Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen deutscher Außen- und Sicherheitspolitik aus ihrer Perspektive und wie beurteilt sie die Vorschläge der Initiative „Sicherheit neu denken“?

Diese und andere Fragen sollen bei der Online-Veranstaltung nach Impulsen der Referentin und des Referenten mit den Zuhörer*innen im Rahmen einer Online-Veranstaltung erörtert werden. Moderiert wird die Veranstaltung von Elvin Hülser vom Antikriegshaus Sievershausen.

Zur Teilnahme an der Veranstaltung via Videokonferenz ist eine Anmeldung unter friedensbuero@frieden-hannover.de erforderlich.

Veranstalter sind der Arbeitskreis Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der evangelischen Kirchen in Niedersachsen, Friedensbüro Hannover e.V., DFG-VK Hannover, Antikriegshaus Sievershausen und Pax Christi Hildesheim.

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