In neuem Glanz erstrahlen

Das Wahrzeichen von Burgdorf erhalten

Voraussichtlich ab Juni 2019 werden der Innenraum der St.-Pankratius-Kirche und die Orgel aufwendig saniert.

Stimmen dazu:

Superintendentin Sabine Preuschoff

Die Sonne fällt ins Fenster und verursacht Lichtspiele im Raum. So viel Leben und Erinnerungen in diesen Mauern: ich wurde hier für meinen Dienst gesegnet, habe Kinder getauft, gemeinsam mit anderen gesungen, gebetet, gelacht, getrauert, Abendmahl gefeiert. Heimat für meine Seele.

Dazu die Orgel. Sie ist eine Königin. Und dabei so menschlich. Sie atmet. Und mit der Luft, die sie durchfließt, spricht sie für und mit uns Menschen: sie jubelt, klagt, zagt, seufzt, donnert, strahlt. Ehrt Gott. Erfüllt uns. Und manchmal, zu Weihnachten, erklingt der Zimbelstern – ihr Glockenspiel. Diese Königin lässt meine Seele klingen und rührt sie an.

Umso mehr freue ich mich darauf, wenn Kirchenraum und Orgel in neuem Glanz erstrahlen.

Sabine Preuschoff
Superintendentin

Grußwort der Stadt Burgdorf

Ganz gleich, aus welcher Himmelsrichtung wir uns Burgdorf nähern – ein Bauwerk rückt dabei unweigerlich in das Blickfeld des Betrachters: der 52 Meter hoch aufragende Turm der St.-Pankratius-Kirche, der die Silhouette unserer Stadt entscheidend mitprägt.

Der Förderverein zur Erneuerung und Erhaltung der St.-Pankratius-Kirche hat seit seiner Gründung im Jahr 1982 mit seinem Engagement erheblich dazu beigetragen, erforderliche Renovierungsarbeiten, Erneuerungen und Erweiterungen zu realisieren. Nach ihrem letzten großen Projekt „4 Glocken für Burgdorf“, das im Jahr 2009 – dank zahlreicher Spenden – ermöglicht werden konnte und in der Weihe der neuen Bronzeglocken mündete, haben sich die Mitglieder des Fördervereins in Kooperation mit dem Freundeskreis zur Förderung der Kirchenmusik jetzt der Aufgabe verschrieben, die erforderliche Innenraumsanierung sowie die Reinigung und Erweiterung der Orgel zu ermöglichen.

Ich danke allen, die mit ihrem Wirken dazu beigetragen haben bzw. sich auch gegenwärtig dafür einsetzen, dass Gottesdienste und andere christliche Feiern nach Abschluss der Arbeiten von Musik begleitet werden können, deren Klangqualität und -spektrum hörbar optimiert sein wird.

Nach wie vor ist die St.-Pankratius-Kirche als Haus des praktizierten und gelebten Glaubens für viele Menschen in unserer Stadt von großer Bedeutung. Sie ist aber weit mehr als ein Ort, der dem Glauben Raum und den Menschen Halt gibt. Sie ist eine Stätte der gegenseitigen Achtung, des Austausches und des gesellschaftlichen Lebens.

Mit ihren Konzerten, Lesungen und Kunstausstellungen werden vielfältige kulturelle Begegnungen ermöglicht.
Für viele Menschen hat die St.-Pankratius-Kirche ob ihres breit gefächerten Angebots einen festen Platz im Leben – so wie das Bauwerk selbst im wahrsten Sinne des Wortes einen festen Platz im Herzen unserer Stadt hat.

Alfred Baxmann
Bürgermeister

Pastor Dirk Jonas für den Kirchenvorstand

„Wenn ich über die Hochbrücke komme und den Turm von St. Pankratius sehe, dann weiß ich, dass ich zu Hause bin.“ So oder so ähnlich höre ich das oft von Menschen aus unserer Stadt. Übrigens von Christen und Nichtchristen gleichermaßen.

Vermutlich wurde schon mit der Gründung Burgdorfs (1279 erstmalig erwähnt) eine Kirche gebaut (Ersterwähnung 1295). Im 15. Jahrhundert erfolgte wahrscheinlich ein Neubau als einschiffige gotische Hallenkirche. 1568 fand eine umfangreiche Instandsetzung statt. Nach einem ersten missglückten Versuch 1591 erhielt die Kirche 1601 einen massiven Turm aus Stein. Ende des 17. Jahrhunderts erfuhr sie eine barocke Umgestaltung.

Am 25. Juni 1809 wurde die Kirche beim großen Stadtbrand ein Raub der Flammen. Der Neubau, die heutige St.-Pankratius-Kirche, wurde 1814 geweiht. 1851 erhielt der Turmstumpf seine heutige Spitze. Im Jahr 1900 wurden die jetzigen Rundbogenfenster geschaffen, die querschiffartigen Treppenhausvorbauten zur Marktstraße und zum Spittaplatz gesetzt und nach Hochziehen des mittleren Teils der Ostwand ein Rundfenster eingelassen. Nächste große Renovierungsarbeiten wurden 1957 und 1983/84 vorgenommen. 2015 wurde das Außenmauerwerk saniert.

Wozu von Zeit zu Zeit so aufwendige und kostenintensive Renovierungs- und Sanierungsarbeiten?

Damit St. Pankratius als ein prägendes Wahrzeichen der Stadt seiner ersten Bestimmung erhalten bleibt: als Ort von Gottesdienst und Gebet. Für die Mitglieder der Kirchengemeinde und weit über sie hinaus. Für alle, die einen Ort mitten in der Stadt suchen, der Raum für eigene Gotteserfahrungen zur Verfügung stellt.

Und zweitens: Wenn es Orte in einer Stadt gibt, die zusammen genommen so etwas wie das „kulturelle Gedächtnis“ einer Stadt und ihrer Menschen bilden, dann ist St. Pankratius jedenfalls ein wesentlicher Ort dieses kulturellen Gedächtnisses unserer Stadt Burgdorf und ihrer Menschen.

Wer sich einladen lässt, die Sanierungsarbeiten in St. Pankratius zu unterstützen, unterstützt

  • den Ort des Besonderen mitten in unserer Stadt,
  • den Ort, der den Alltag unterbricht und auf Tieferes verweist,
  • den Ort, der spirituelle Erfahrungen atmet und ermöglicht,
  • den Ort, der Orientierung verheißt und auf Hoffnung hin gebaut ist,
  • den Ort, wo das Leiden Raum und das Schweigen Gewicht hat – nicht weil er groß ist und erhaben, nicht weil er alt ist und kunstvoll, nicht weil er heilig ist und machtvoll, sondern weil St. Pankratius der Ort mitten in der Stadt ist, an dem der Name Gottes genannt wird.


Dirk Jonas

Pastor und Vorsitzender des Kirchenvorstandes

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Bitte geben Sie bei Ihrer Spende den Verwendungszweck „Neuer Glanz“ an.
Wenn Sie Ihren Namen und Anschrift notieren, schicken wir Ihnen selbstverständlich eine Spendenquittung zu.

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St. Pankratius:
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BIC NOLADE21BUF

Förderverein zur Erhaltung der St.-Pankratius-Kirche:
IBAN DE62 2515 1371 0000 0000 42
BIC NOLADE21BUF

Freundeskreis zur Förderung der Kirchenmusik:
IBAN DE16 2515 1371 0000 0045 56
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