"Den Schmerz der Anderen begreifen"

Veranstaltung Burgdorf, 29. Dezember 2025
Am internationalen Holocaust-Gedenktag liest Charlotte Wiedemann aus ihrem Buch "Den Schmerz der Anderen begreifen" und spricht über Erinnerungskulturen weltweit. Foto: privat

Charlotte Wiedemann spricht am 27. Januar über Holocaust und globale Erinnerung in Burgdorf

Auf Einladung des Arbeitskreises Gedenkweg 9. November und der Amnesty International Regionalgruppe Hannover Nord-Ost stellt die Journalistin und Publizistin Charlotte Wiedemann ihr Buch vor

am Dienstag, 27. Januar,
um 19 Uhr
im St. Paulus-Kirchenzentrum, Berliner Ring 17, Burgdorf. 

Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages liest Wiedemann aus ihrem Buch und berichtet über ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen Erinnerungskulturen weltweit. Im Fokus stehen Fragen nach Empathie, Nähe und Distanz im Gedenken: Welche Opfer stehen im Zentrum der Erinnerung, welche bleiben uns fern? Wessen Leid wird gehört, wessen Schmerz bleibt stumm? Ist Empathie nur ein Gefühl oder auch eine ethische Entscheidung?

Die Autorin lädt dazu ein, Erinnerungskultur im Sinne globaler Gerechtigkeit neu zu denken. Ihr Vortrag spannt einen weiten Bogen vom Beitrag der Kolonialsoldaten zur Befreiung Europas bis hin zu neuen, vielstimmigen Formen des Erinnerns in einer diversen Gesellschaft. Im Anschluss besteht Gelegenheit zu Fragen und Diskussion.

Charlotte Wiedemann, geboren 1954 in Mönchengladbach, ist freie Autorin und Publizistin. Sie studierte Sozialpädagogik, Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Göttingen und absolvierte die Hamburger Journalistenschule. Viele Jahre arbeitete sie als politische Korrespondentin und Auslandsberichterstatterin. In ihren Büchern, Essays und Reportagen beschäftigt sie sich mit internationalen Themen wie Menschenrechten, Geschlechterfragen und Erinnerungskulturen – stets mit dem Bemühen, eurozentrische Perspektiven zu überwinden.

Sie ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Leibniz-Zentrums Moderner Orient (Berlin) sowie des Kuratoriums der Medico International Stiftung.
 

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